Warum es „Sinn&Wahn“ nicht bei Amazon gibt

Am Anfang war die (halbherzige) Suche nach einem Verlag, verbunden mit wenig Hoffnungen. Zu groß ist der Druck, der auf vielen kleinen und mittelgroßen Verlagen lastet, zu viele Manuskripte, die eingesandt werden, zu häufig wird der Fokus auf die „großen Namen“ (=gute Verkäufer) gelegt. Und dann komme ich mit einem Roman, der zwar irgendwie ein Krimi ist, sich aber strukturell und erzählerisch zwischen die Stühle setzt. Ein bisschen Zweckpessimismus war sicherlich auch dabei.

Immerhin erhielt ich nach Einsenden meines Manuskripts doch von einem Verlag eine Einladung zu einem Gespräch, welches auch sehr positiv verlief. Das darauffolgende Angebot war allerdings wenig attraktiv, da ich dem Verlag zweihundert Exemplare meines eigenen Romans zu 90 % des Verkaufspreises abkaufen hätte sollen. Eine Umverteilung des Risikos. Ich sagte dem Verlag mit Bedauern ab und besann mich auf das DIY-Prinzip des Punkrocks, der einen wichtigen Teil meiner Sozialisation ausmacht. Das heißt: Eigenverlag. Es gibt mich und den Buchhandel. Und natürlich euch.

Und wenn ich schon mein eigener Chef bin, dann sorge ich auch dafüf, dass es mein Buch nicht bei Buchhandelsketten oder riesigen Versandkonzernen gibt. Auch wenn „Sinn&Wahn“ allein den Untergang der kleinen Buchläden wohl nicht aufhalten wird.

 

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